Gürtelrose kann jeden treffen
Bild: DJD/Frank Rossbach

Gürtelrose kann jeden treffen

Gürtelrose – Fußballtrainerin Martina Voss-Tecklenburg berichtet von ihrem Krankheitserlebnis

Statistisch gesehen erkrankt einer von drei Erwachsenen im Laufe seines Lebens an Gürtelrose. Allein in Deutschland werden jährlich rund 400.000 Fälle registriert. Neben den typischen Hautausschlägen mit Bläschen leiden Betroffene oftmals an sehr starken Nervenschmerzen – zum Teil jahrelang.

Martina Voss-Tecklenburg erkrankte im Sommer 2021 an Gürtelrose

Eine Gürtelrose wird durch das Virus ausgelöst, das auch Windpocken verursacht. In Deutschland tragen es mehr als 95 % der über 60-Jährigen in sich. Krankheit, Stress oder ein altersbedingt nachlassendes Immunsystem können das Virus erneut als Gürtelrose ausbrechen lassen. So wie bei Martina Voss-Tecklenburg, ehemalige Nationalspielerin und aktive Fußballtrainerin: „Ich war im Urlaub, also eigentlich in einer entspannten und stressfreien Situation. Ich lag im Liegestuhl und hatte plötzlich das Gefühl, dass mich irgendwas in den Rücken gestochen hat. Ich habe das erst nicht ernst genommen. Zwei Tage später hatte ich dann massive Schmerzen, es ging mir überhaupt nicht gut. Daraufhin bin ich zu einer Ärztin gegangen und die Diagnose Gürtelrose wurde gestellt.“ Nach dem anfänglichen Jucken, Brennen und Stechen gab es bei Voss-Tecklenburg einen Hautausschlag, der sich von hinten über den Rücken bis zum Bauch zog: „Es tat wahnsinnig weh, ich hatte Nerven- und Bewegungsschmerzen.“ Die Fußballtrainerin konnte nachts nicht schlafen, sie ging fast täglich zur Ärztin, um gegen die Schmerzen angehen zu können.

Gürtelrose war bei Martina Voss-Tecklenburg lange spürbar – ihr Risikobewusstsein hat sich seitdem geändert

Die 55-Jährige hatte fast ein Dreivierteljahr mit der Erkrankung zu kämpfen: „Nachdem die äußerlichen Symptome abgeklungen waren, hat es mich dennoch weiter beeinträchtigt. In der Bewegung auch immer wieder diesen Nervenschmerz zu spüren, war das Schlimmste. Ich wurde gut behandelt und medikamentös unterstützt.“ Aus der Erfahrung der eigenen Erkrankung hat sich das Risikobewusstsein, an Gürtelrose zu erkranken, bei Martina Voss-Tecklenburg verändert: „Ich versuche, im Alltag die Menschen darauf aufmerksam zu machen und möchte gerne anderen mitgeben, dass Gürtelrose eine schwere Erkrankung ist. Und dass die Menschen, die Windpocken gehabt haben, das Risiko in sich tragen, an Gürtelrose zu erkranken und deshalb präventiv mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt darüber sprechen sollten.“

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